Statt Weihnachtskarten – Teil 1

Statt Weihnachtskarten – Teil 1 1024 876 softwareproduktiv - Die Digitalisierungs-Experten

Elsbeth ist 86 Jahre alt. Sie ist dement. Ihr Gehör hat schon stark nachgelassen und ihr fallen einfach nicht die richtigen Worte ein, wenn Sie etwas sagen möchte. So ist Sie mit der Zeit immer stiller geworden und versinkt in Ihrer eigenen Welt. Die Pfleger und Pflegerinnen des St. Hildegard Seniorenheim fällt es dann schwer, einen Zugang zu Ihr zu finden.  Elsbeth ist manchmal sehr traurig. Sie würde gerne zurück nach Hause zu ihrem Mann. Leider lebt der aber nicht mehr und in Ihrem Haus konnte Sie nicht alleine bleiben. Das hat Elsbeth aber vergessen und so macht Sie sich ab und an auf dem Weg in der Hoffnung ihr altes Leben wiederzufinden. Wie kann man nun als Pflegerin Elsbeth helfen, wenn man kein Zugang zu ihr bekommt? Elsbeth kann nicht erzählen, was Sie bedrückt und die Pfleger wissen nicht was Elsbeth noch wahrnimmt.

Wenn man aber nun Elsbeth eine Puppe, die wie ein echtes Baby aussieht, gibt und sagt: „Elsbeth, das ist Finley, kannst Du auf ihn aufpassen und für ihn sorgen, so lange ich weg bin?“ erreicht man Elsbeth auf einer sehr tiefen Gefühlsebene. Sie nimmt ganz vorsichtig die Puppe an ihre Schulter und streichelt ihr sanft über das Köpfchen. Elsbeth sieht diese Puppe als ein echtes Baby an und fühlt sich in die Mutterrolle zurückversetzt und widmet dem „Kind“ Aufmerksamkeit, Zuneigung und Vertrauen. Elsbeth hat eine Aufgabe und das steigert ihr Wohlbefinden enorm. Dadurch öffnet Sie sich und es werden wieder gewisse Fähigkeiten aktiviert. „Bitte seid doch etwas leiser, das Kind schläft“ hat Elsbeth letztens gesagt.

Für demente Senioren sind das sehr schöne und wache Momente. Durch starke Gefühle können sie aktiviert werden, so dass eine Kommunikation möglich ist und sie zeigen starke Emotionen wie Freude und Begeisterung.

Frank Spiegelhoff : „Meine Frau Simone, die Altenpflegerin in diesem Haus ist, hat mir von Elsbeth erzählt. Ich war sehr gerührt. Als ich erfuhr, dass es nur eine Puppe für 80 Senioren gab, kam mir sofort eine Idee.“ Wir haben uns entschieden anstatt unseren Kunden Weihnachtskarten zu senden, den Senioren des St. Hildegard Hauses eine weitere Puppe zu kaufen und wünschen den Senioren viele wache und glückliche Momente.

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