Wie Sie als Geschäftsführer erfolgreich ein Unternehmen steuern

Wie Sie als Geschäftsführer erfolgreich ein Unternehmen steuern 1024 683 softwareproduktiv - Die Digitalisierungs-Experten

Kennen Sie die aktuelle finanzielle Reichweite Ihres Unternehmens? Wenn ab Morgen keine neuen Aufträge reinkommen, wissen Sie wie lange Sie noch Ihre Kosten decken können? Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie die besten Kennzahlen speziell für Ihr Unternehmen ermitteln. Getreu nach dem Motto: „Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken.“ – sagte einst Ökonom Peter F. Drucker.

Das „Unternehmercockpit“ als Navigationshilfe

Die Tätigkeit eines Geschäftsführers in einem mittelständischen Unternehmen kann mit der Tätigkeit eines Flugzeugpiloten verglichen werden. Zur Steuerung und Navigation seiner Flugroute orientiert sich der Pilot anhand seiner Instrumente in seinem Cockpit. Diese schlagen direkt Alarm, sobald das Flugzeug von der Route abweicht oder die Maschine an Höhe verliert. Dann weiß der Pilot direkt, dass er eingreifen muss, um wieder auf den richtigen Kurs zu kommen. Genau dasselbe muss auch ein Geschäftsführer tun. Er muss ebenfalls dafür sorgen, dass das Unternehmen nicht vom Kurs abkommt. Denn ein Flug nach Bauchgefühl kann schnell in einer Bruchlandung enden und damit das nicht passiert navigiert ein Geschäftsführer anhand von betrieblichen Kennzahlen.

Welche Kennzahlen sind relevant?

Noch bevor das Cockpit eingestellt bzw. programmiert werden kann, muss das Reiseziel bzw. Unternehmensziel festgelegt werden. Denn Kennzahlen sind die Indikatoren dafür, ob sich das Unternehmen zum gewünschten Ziel hinbewegt oder entfernt. Von daher liegt es nahe dieses zunächst zu bestimmen, um daraus die relevanten Kennzahlen zu ermitteln. An dieser Stelle obliegt es in der Verantwortung des Geschäftsführers individuelle Kennzahlen für das „Unternehmercockpit“ zu ermitteln. Beispielsweise sagt die finanzielle Reichweite aus, wie lange das Unternehmen sich über „den Wolken“ halten kann, wenn ab morgen keine neuen Aufträge mehr reinkommen. Dazu werden Daten aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens benötigt. Die Auftragspipeline aus dem Verkauf und Produktion, aber auch alle laufenden Kosten wie z.B. Verträge, Mieten und Gehälter aus der Buchhaltung dienen als Quellen für die finanzielle Reichweite. Anschließend müssen diese Informationen visualisiert und speziell auf das Unternehmen abgestimmt werden. Beispielsweise eignet sich eine Ampel für diese Kennzahl. Bei grün liegt die Reichweite bei größer 6 Monaten, bei orange zwischen 3 und 6 und rot bei unter 3 Monaten. Damit der Geschäftsführer auch richtig bei einer roten Ampel reagieren kann, sollte er in der Lage sein, tiefer in die Kennzahl zu verzweigen. Eine Flugroute kann erst dann korrigiert werden, wenn man die Abweichungen kennt. Eine Analyse, ob die laufenden Kosten zu hoch oder zu wenige Aufträge in der Pipeline sind, können die ausschlaggebenden Gründe für den roten Status sein. Denn am Ende des Tages muss er sich die Frage beantworten können: „Kann ich mit diesen Kennzahlen mein Ziel erreichen?“

Die technische Umsetzung

Kennzahlen machen nur dann Sinn, wenn sie aktuell sind. Denn nach der Frage woher die Daten für das „Unternehmercockpit“ kommen, muss auch die Frage nach dem Wie? geklärt werden. Dabei ist die Komplexität von heutigen IT-Landschaften eines Unternehmens nicht zu unterschätzen. Die Aufgabe des Piloten ist es, das Flugzeug sicher an das Ziel zu bringen. Ingenieure und Techniker entwickeln und warten das Cockpit. Und genau hier entsteht die entscheidende Schnittstelle. In der Regel spricht der Techniker die Sprache der Betriebswirtschaft nicht und der Geschäftsführer die der Techniker nicht. Eine vernünftige Umsetzung scheitert oft an der Kommunikation. Wir empfehlen hier einen externen Partner einzubeziehen, der beide Sprachen fließend spricht und genau weiß, worauf es in den unterschiedlichen Perspektiven ankommt.

Zusammenfassung

Wer bei der Führung des Unternehmens nur auf sein Bauchgefühl vertraut, darf sich nicht wundern, wenn sein Unternehmen unerwartet ins Trudeln gerät. Ein „Unternehmercockpit“ mit den richtigen Kennzahlen hilft dabei den Nebel aufzulösen, eine klare Sicht auf die Dinge zu bekommen und das Unternehmen souverän zu lenken. Aber auch der Aufwand für die technische Umsetzung sollte nicht unterschätzt werden. Gerade hier kommt es darauf an, die technische Grundlage mit dem betriebswirtschaftlichen Denken zu kombinieren.

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